Saône

Die Stadt Lyon wurde am Zusammenfluss des Stroms Rhône und des Flusses Saône gebaut, letzterer entspringt am Fuße des Felsens der Faucilles-Berge in den Vogesen. Der Lauf der Saône, auf einer Länge von 480km, und ihre ruhige Strömung haben schon immer einen praktischen und angenehmen Schiffsverkehr ermöglicht. Der Nebenfluss, der Doubs, der im département Saône- et- Loire, in Verdun am Doubs in die Saône mündet, beeinflusst in starkem Maße ihren Wasserpegel und spielt daher keine geringe Rolle bei Hochwasser.

Heute befindet sich der Zusammenfluss Rhône-Saône am südlichen Limit des 2.arrondissements (69002), also der Halbinsel. Dieser Teil der Stadt Lyon kennt heute schon, aber eigentlich in einer nahen Zukunft  eine Erneuerung mit dem Projekt "Zusammenführung », von dem bereits in den Informationen über die Viertel der Halbinsel und Perrache die Rede war. Interessant ist es allerdings zu erwähnen, dass die Lage dieses Zusammenflusses künstlich ist. In der Tat flossen ursprünglich beide Flüsse am Fuße des Croix-Rousse-Hügels zusammen, auf der Höhe des heutigen Terreaux-Platzes, in einem moorastigen Gebiet. Die aufeinanderfolgenden Vergrößerungsprojekte der Stadt haben die lokalen Verwaltungsbeamten dazu animiert, von dem moorastigen Gebiet Böden zurück zu gewinnen, so schlug im Jahre 1760 der Ingenieur Michel Antoine Perrache vor, die Moore trocken zu legen und den Zusammenfluss weiter südlich zu verschieben.

So schlängelt sich heute die Saône ganz ruhig zwischen den Hügeln der Croix-Rousse und Fourvière, sie trennt dabei das zentrale Viertel der Halbinsel, des Terreaux-Platzes am Zusammenfluss, über Bellecour und Perrache, vom viel älteren Viertel der Altstadt. Die Schwierigkeit, zwischen beiden Hügeln durchzukommen, hat dem Fluss und besonders den Ufern einen ganz besonderen Reiz verliehen. Zahlreiche Wohnhäuser, mehr oder weniger alt, aber immer sehr gepflegt, säumen beide Ufer, die Farben der Fassaden geben dem Viertel den für Lyon charakteristischen italienischen Stil.

Neben diesem Gesamteindruck , den Sie von überall haben werden, egal wo Sie sich befinden, werden Sie auch auf andere Sehenswürdigkeiten zustoßen. Auf der linken Ufer -Seite werden Sie natürlich zunächst den Dom "Saint-Jean" entdecken, der das Viertel der Altstadt kennzeichnet. In der Nähe prahlt der Justizpalast mit seinen 24 Korinthsäulen am Ufer, wo jeden Sonntag Vormittag die lokalen Maler ihre Werke ausstellen. Weiter flussaufwärts befindet sich das Vaise-Viertel, das historisch von der Schaffung der Nationalen Straße Nr.6 aus Paris geprägt war. Diese landete mit voller Wucht auf den Croix-Rousse-Hügel,  der Saône entlang zu fahren war die einzige Lösung, bis die Tunnels der Croix-Rousse, später von Fourvière gebaut wurden, die die Ungeduld der Autofahrer beruhigten, die nach Südfrankreich weiter fahren wollten.

Auf der rechten Uferseite, ganz nah am Wasser, werden Sie einige bemalten Mauern entdecken, die an die Geschichte der Stadt und ihrer Berühmtheiten erinnern. Unter denen darf man die eine nicht verpassen, nämlich die bekannteste, sogenannte "Lyonerfreske", an der Ecke Rue de la Martinière und Quai Saint-Antoine, die 30 Gesichter berühmter Männer und Frauen, die die Stadt ausgemacht haben: von der Heiligen Blandine bis Paul Bocuse, über Juliette Récamier, Ampère, die Gebrüder Lumière, oder Saint-Exupéry...


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